Zur Person: Jürgen Schmidhuber

Seit seinem 15. Lebensjahr will Professor Jürgen Schmidhuber eine sich selbst verbessernde Künstliche Intelligenz (KI) bauen, die klüger ist als er selbst, um dann in Rente zu gehen, und KIs bei der Kolonisierung des Weltalls zuzusehen. Seit 1987 publizierte er Pionierarbeiten zu universellen Problemlösern, seit 1991 zu "Deep Learning" mit tiefen künstlichen neuronalen Netzen (NN). Die mächtigen rückgekoppelten NN seiner Forschungsgruppen an der TU München und am Schweizer KI Labor IDSIA (USI & SUPSI) waren die ersten, die internationale Wettbewerbe gewannen. Sie revolutionierten Handschrifterkennung, Spracherkennung, maschinelle Übersetzung, automatische Bildbeschreibung, und viele andere wichtige Felder, und sind nun Milliarden von Nutzern zugänglich durch Google, Apple, Microsoft, IBM, Baidu, und zahlreiche weitere Firmen. DeepMind (für 600M an Google verkauft, Schöpfer des weltbesten Go-Spielers) wurde stark beeinflusst durch seine ehemaligen Doktoranden (2 der ersten 4 DeepMinder sowie DeepMinds erste Doktoren der KI studierten in seinem Labor, einer war Mitgründer, einer erster Angestellter). Schmidhubers Team schuf die weltweit ersten tiefen Lerner, die Objektfindungs- und Bildsegmentierungswettbwerbe gewannen, u.a. zur Krebsfrüherkennung. Sie erzielten 2011 im Silicon Valley auch die ersten übermenschlichen visuellen Mustererkennungsresultate. Seine Gruppe gewann neun internationale Wettstreite (mehr als jede andere), und schuf die ersten Verfahren, die ohne Lehrer Steuerstrategien direkt aus hochdimensionalen Videoeingaben lernten. Sein Team etablierte weiterhin das Feld mathematisch rigoroser universeller KI and optimaler universeller Problemlöser. Seine formale Theorie der Kreativität und der Neugier erklärt erstmals Kunst, Wissenschaft, Musik und Humor. Er verallgemeinerte die algorithmische Informationstheorie und auch die Vielweltentheorie der Physik, um eine elegante minimale Theorie aller konstruktiv berechenbarer Universen zu erhalten, und führte das Konzept der "Low-Complexity Art" ein, die extreme algorithmische Form der Minimalkunst. Seit 2009 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Er publizierte 333 begutachtete Schriften, erhielt 7 best paper/best video Preise, den 2013 Helmholtz Award der International Neural Networks Society, und den 2016 IEEE Neural Networks Pioneer Award. Er ist auch Präsident der Firma NNAISENSE, die die erste praktische Allzweck-KI erschaffen will.